Die 10 schönsten Meilen


Morgens schon nach dem Aufwachen war klar – What a day! Keine Wolke am stahlblauen Himmel und das entgegen aller Wettervorhersagen der ganzen Woche, noch tags zuvor wurde uns Regen und Kälte prophezeit und jetzt das erste wirklich schöne Wochenende seit langem, punktgenau für die 10 schönsten Meilen der Welt.

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Wie wir das schon frühmorgens gespürt haben – What a day! Am Abend haben unsere Eisgenossen in einem historischen Halbfinale an der Eishockey WM in Schweden die USA mit 3:0 nachhause geschickt – FINALE OEE  – FINALE OE HE HE – What a day!

Zurück zu den 10 schönsten Meilen, es war in der Tat einfach ein schöner Lauf, das Wetter war genial, die Bedingungen optimal für meinen und Haile Gebreselassie’s ersten GP von Bern. Wider erwarten war Haile Gebreselassie vor mir im Ziel :-)

Natürlich hat er gewonnen! Selbstverständlich und wie angekündigt gehört ihm nun auch dieser Weltrekord in seiner Alterskategorie M40 mit 46:59 Minuten.

Haile Gebreselassie am GP Bern

Zitat www.sonntagszeitung.ch: „Zwar fand der Äthiopier das Abwärtslaufen zu Beginn, vom Guisanplatz hinunter zur Nydeggbrücke, «anstrengend» und den Aargauerstalden am Schluss «schwierig». Anmerken liess er sich das aber nicht. Den ersten Kilometer lief er in fast unvorstellbaren 2:38 Minuten, und als er sich nach gut drei Kilometern unten an der Aare absetzte, rieben sich die Gäste in der Gartenbeiz Zum Mülirad verwundert die Augen. Folgen mochte ihm keiner der Konkurrenten, und als er nach der veritablen Show erfuhr, dass er die ersten fünf Kilometer in 13:44 Minuten zurückgelegt hatte, sagte er mit breitem Lachen: «Das war zu schnell!»

In der Schweiz war letztmals vor fünf Jahren einer schneller über 5000 m – nicht auf Bsetzistein und durch Feld und Wald und über Steigungen, sondern auf der Bahn in Schuhen mit Spikes…Hier zum Artikel …

Es war schon phänomenal diesen kleinen lächelnden Mann beim Laufen zu sehen, ich war erst ein paar Minuten gestartet knapp bei km 3 da kam er mir in der Berner Altstadt bereits entgegen mit einem Wahnsinnstempo und einer Leichtigkeit ohne Gleichen. Nun denn ich liess mich nicht weiter beindrucken und lief mein Rennen, meine Vorgabe war ja 1:30 und mein Ziel waren 1:20. Der Lauf verlief für mich problemlos, die Steigungen hinauf schneller als die Meisten, die Gefälle abwärts langsamer als die Meisten, einzige Unterbrechung … Pinkelpause … obwohl ich ja noch Pinkeln ging vor dem Start, musste ich tatsächlich und es hat elend lange gedauert, mindestens 2 Min. gekostet. Ich lief dann mit 1:32:53 ins Ziel, hatte mich also gut eingeschätzt, ohne Pinkelpause wären die 1:30 problemlos drin gelegen. Am Ziel durfte ich festhalten ich hätte noch Reserven gehabt, sogar die 1:20 wären problemlos drin gelegen, die zweite Streckenhälfte bin ich mit Blick auf die Steigung am Aargauerstalden viel zu defensiv angegangen. Na ja es war halt das erste Mal und ich kannte die Strecke überhaupt nicht. Ob ich nochmals dabei sein werde weiss ich nicht, zwar ist es schon ein Erlebnis mit so vielen Zuschauern (über 100’000) und Läufern (30’000) zu Laufen, aber es bleibt halt ein Stadtlauf, mit zwar ziemlich abwechslungsreicher Unterlage und einer coupierten Strecke aber es entspricht halt nicht meinem Gusto, ich bin halt Wald-, Wiesen und Bergläufer – ich hasse Asphalt.

Bei den Frauen gewann Cynthia Kosgei (Kenia) in 55:42, was aus meiner Sicht natürlich aus eine superschnelle Zeit ist (die Bestzeit der Läuferinnen ist von Marleen Renders, Belgien aus dem Jahre 2002 mit 52:58 ). Eigentlich wollte ich zum Ausgleich zur allgemeinen Berichterstattung ein paar Worte mehr über die schnellen und schönen Frauen an den 10 schönsten Meilen der Welt schreiben … aber das ist schwierig, weil die Informationen doch nur sehr mager zur Verfügung stehen. Schade eigentlich aber auch an Volksläufen gilt „the winner takes it all“.

Eine imponierende Geschichte (aus dem Bund) über eine Teilnehmerin am GP Bern gibt es dennoch zu erwähnen, die Läuferin Chantal Cavin war mit 1:22 gar 10 Min. schneller als ich und das in einem absoluten Blindlauf. Ich mache ja selber ab und zu Blindläufe zur Verbesserung meiner Sensorik aber das was Sie das leistet ist doch ganz was anderes –  Chapeau und Gratulation. Trotz aller Begeisterung für Haile Gebreselassie, meine Bewunderung gehört eindeutig Chantal Cavin. Hier zum Artikel „Am Ende durch den «Hexenkessel»

Nächsten Donnerstag ist hoffentlich der Start zum Red Trip 2013 – ein zentrierendes Lauferlebnis der anderen Art or back to the roots of running :-)

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Über Daniel S.

Unwichtig :-) oder siehe hier: rock-that-body.com Kontakt via E-Mail: daniel(at)rock-that-body.com
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